Samstag, 25. Februar 2012

Chinesische Hausaltare

Ich habe den Eindruck, dass jeder chinesische Haushalt (mindestens) einen Hausaltar hat.
Das kann von einer alten Konservendose reichen, in die Räucherstäbchen gesteckt werden, bis zu prachtvoll verzierten Altaren mit reichen Opfergaben für die Ahnen.



Standard scheint die Mitte dazwischen zu sein. Ein Hängealtar mit Platz für ein paar kleine Opfergaben. Sehr oft handelt es sich dabei um Orangen und kleine Kuchen, sowie Teeschälchen.




In einem der Restaurants, in denen ich öfter esse, gibt es einen ganz besonders hübschen Altar. Den hätte ich gerne fotografieren wollen.

Als ich fragte, ob ich das irgendwann einmal tun dürfte, hat die Besitzerin vor Schreck die Farbe gewechselt.

Sie hat mich gebeten, unbedingt Bescheid zu geben, damit sie vorher die Götter beschwichtigen kann. So oder so ähnlich. Manchmal ist die Kommunikation auch hier nicht einfach.

Weil das schwierig für die Frau zu sein scheint, habe ich von der Idee mit dem Foto Abstand genommen. Schließlich gehe ich dort 1-2 mal pro Woche essen und würde das auch gerne in meiner verbleibenden Zeit hier tun.

Ihr Hauptaltar ist liebevoll geschmückt mit den Standardsachen wie im Bild oben zu sehen. Zusätzlich gibt es dort aber auch noch Dosen mit Q100 (isotonisches Getränk), Gläser mit Kaffee und 2 Dosen Heinecken Bier.

Ihre Ahnen scheinen also insgesamt Getränke zu mögen und mindestens ein Biertrinker war auch darunter.

Ich finde es sehr nett, dass die Frau das bei den Opfergaben berücksichtigt.

1 Kommentar:

Sigrid hat gesagt…

Oh,oh. Da war´s wohl gut, dass Du noch gefragt hast. Übrigens hat mich Gisa diese Woche noch gefragt, ob Du unter deiner normal Mailadresse erreichbar bist. Sie möchte Dich wohl erreichen.